Artikel im Gemeindeblatt der Gemeinde Heddesheim vom 07. April 2011
Autor: Dr. Josef Doll

Wie wird sich unsere Gemeinde entwickeln?

Die Kommunen sind die wichtigste politische Ebene der Bürger, sie erleben sie aus nächster Nähe. Die Bürger haben einen Anspruch, durch Politik und Verwaltung im kommunalen Sektor optimal vertreten zu werden. Dieses Ziel hat die CDU.
In der Bertelsmannstudie "Wegweiser Demographischer Wandel 2020" ist Heddesheim, mit den Gemeinden und Städten Hemsbach, Hirschberg, Ladenburg und Schriesheim, dem Demographietyp 3 zugeordnet. Dieser Typus hat den Titel "Suburbane Wohnorte mit rückläufigen Wachstumserwartungen" . Unsere Bevölkerungsentwicklung von 2001 bis 2008 ist um 1,8 % zurückgegangen. 75 % der Kommunen des Typus 3 wird eine Bevölkerungsentwicklung von -4,0 % bis +7,1 % vom Jahr 2003 bis 2020 vorhergesagt. Es hängt unmittelbar von den Handlungen des Bürgermeisters, des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung ab, wie sich unsere Gemeinde entwickelt.

Simplifiziert, je nach politischem Handeln haben wir eine Abnahme der Bevölkerung oder ein Wachstum in der genannten Zeitspanne. Selbstverständlich spielt der regionale Rahmen auch eine Rolle.

Unsere Richtschnur sind die Empfehlungen zu "Wegweiser Demographischer Wandel 2020". Die Herausforderungen an unsere Gemeinde aufgrund des Demographietyps 3 definiert die erwähnte Bertelsmannstudie:

1. die demographiesensible Infrastrukturplanung im Auge zu behalten und die Attraktivität als Wohn- und Lebensort langfristig aufrechtzuerhalten

2. die Flächenentwicklung durch Stärkung der Innenentwicklunggezielt zu steuern

3. die Balance zwischen Beruf und Familie professionell zu ermöglichen

4. frühzeitig die Basis für eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik zu schaffen (mit Schwerpunkten im bürgerschaftlichen Engagement)

5. die Identität der Einwohner mit dem Standort stärken 6. die Attraktivität als Wohn- und Lebensort aufrechtzuerhalten.

Ein wesentlicher Teil dieser als "Herausforderung" bezeichneten Punkte wurde in Heddesheim schon vor Erscheinen der Studie abgearbeitet.

Zu nennen sind:
Zu 1. die Instandhaltung und die Reduzierung des Energieverbrauchs bei unserer Infrastruktur.
Zu 2. die Sanierungen I und I1 mit den Baumaßnahmen und mehreren Bebauungsplänen im Innenbereich
Zu 3. die Einrichtung der Kinderkrippen und Hilfen für die Hausmütter bis zur Ganztagesunterbringung unserer Schüler. Und andere mehr.

Unter dem Punkt Attraktivität des Standortes stärken gibt es in der Studie einen Unterpunkt: attraktive Wohnungen für Jung und Alt anbieten.
Dieser Forderung kommt der neue Bebauungsplan "Mitten im Feld" nach. Bedenken sie: Ein Passivhaus mit dem phantastisch niedrigen Energieverbrauch lässt sich wirtschaftlich nur durch
Neubau des Hauses erreichen. Wie will man sonst den Kellerboden isolieren oder die Wärmerückgewinnung aus der Abluft vollständig nutzen?

Eine grundsätzlichere Sanierung von älterem Wohnbestand ist erst bei Leerständen möglich.
Im neuen Baugebiet wird das Niederschlagswasser versickert, eine Wasserversiegelung findet nicht statt.
Heddesheim ist eine attraktive Gemeinde für Jung und Alt mit einer guten Infrastruktur. Die CDU setzt sich für den neuen Bebauungsplan "Mitten im Feld" ein.
Wie allseits bekannt wird die EDEKA ihr Fleischwerk nach Rheinstetten verlagern, dies ist mit dem Abbau von Arbeitsplätzen verbunden. Die CDU setzt sich für weitere Arbeitsplätze in
Heddesheim ein. Beide Ziele sind für unsere Gemeinde wichtig, neue Arbeitsplätze wurden u. a. in der Bürgerbefragung gefordert.