Baugebiet "Mitten im Feld"
Bereits im Jahr 2007 hat sich der Gemeinderat mit der Ausweisung neuer Wohnbauflächen auf der Grundlage des Flächennutzungsplanes befasst und beschlossen zur mittelfristigen Deckung der Baulandnachfrage das Gebiet "Mitten im Feld" mit einer Größe von ca. 8 Hektar zu entwickeln.
Der Gemeinderat hat in einer Klausursitzung
im Oktober 2008 erstmals über Rahmenbedingungen und Strukturansätze
einer abschnittsweisen Baugebietsentwicklung diskutiert.
Im November 2008 wurde im Gemeinderat
die Grundsatzentscheidung einer Entwicklung des Baugebietes von Osten nach
Westen getroffen.
Im November 2010 wurden die betroffenen
Grundstückseigentümer über die geplante Ausweisung eines
neuen Baugebietes im Rahmen einer Veranstaltung im Bürgerhaus informiert.
Die Resonanz der anwesenden
Eigentümer war insgesamt positiv.
Der Gemeinderat hat im Frühjahr/Sommer
2011 über die Rahmenbedingungen und die Herangehensweise zur künftigen
Entwicklung des Baugebietes beraten. Im Gemeinderat gab es einen mehrheitlichen
Konsens, das Planungsbüro Schippalies sowie die Universität Kaiserslautern
mit der Erarbeitung erster städtebaulicher Entwürfe unter Berücksichtigung
von Rahmenbedingungen zu den Themen Verkehrsanbindung, -
flexible Grundstücksgrößen,
Energieversorgung, - Regenwasserbewirtschaftung und Gestaltung für
- das neue Baugebiet zu beauftragen.
Im Oktober 2011 konnten im Rahmen des Bürgertages die ersten städtebaulichen Entwürfe bereits der Öffentlichkeit gezeigt werden.
Der Gemeinderat hat im November in einer
Klausursitzung über diese Entwürfe beraten und die Planung in
die beabsichtigte Richtung weiterentwiekelt.
Im Dezember 2011 wurde mit dem Aufstellungsbeschluss
zum Bebauungsplan "Mitten im Feld" der Planungsprozess auch formal eingeleitet.
Nach Vorliegen der Entwürfe zum Bebauungsplan, zur Verkehrserschließung
mit Kostenschätzung und zur Bodenordnung wird die Gemeinde in diesem
Jahr Gespräche mit den betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümern
führen, deren Mitwirkung Voraussetzung zur Umsetzung und Realisierung
des neuen Baugebietes ist. Danach sind die erforderlichen Verträge
zwischen Gemeinde, künftigem privaten Erschließungsträger
und den Eigentümern zu schließen. Ein Beginn der Erschließungsarbeiten
im Jahr 2013 könnte realistisch sein.
Grafik: Universität Kaiserslautern: Eine von verschiedenen städtebaulichen Konzeptskizzen
Artikel aus dem Mitteilungsblatt der
Gemeinde Heddesheim vom 19.01.2012
Autor: Dr. Josef Doll
Neubaugebiet "Mitten im Feld" (Auszug)
Wie wird sich unsere Gemeinde entwickeln?
In der Bertelsmannstudie "Wegweiser Demographischer Wandel 2020" ist Heddesheim, mit den Nachbargemeinden und -städten als "Suburbaner Wohnort mit rückläufigen Wachstumserwartungen" bezeichnet. Es hängt wesentlich von den Handlungen des Bürgermeisters, des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung ab, wie sich unsere Gemeinde entwickelt. Tun wir nichts, haben wir eine Abnahme der Bevölkerung zu erwarten. Auch der regionale Rahmen hat hierzu seinen Beitrag. Wir handeln auch nach den Empfehlungen zu "Wegweiser Demographischer Wandel 2020":
1. die demographiesensible Infrastrukturplanung im Auge zu behalten und die Attraktivität als Wohn- und Lebensart langfristig aufrechtzuerhalten.
2. die Flächenentwicklung durch Stärkung der Innenentwicklung gezielt zu steuern.
3. die Balance zwischen Beruf und Familie professionell zu ermöglichen.
4. frühzeitig die Basis für eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik zu schaffen (mit Schwerpunkten im bürgerschaftlichen Engagement).
5. die Identität der Einwohner mit dem Standort stärken.
6. die Attraktivität als Wohn- und Lebensort aufrechtzuerhalten.
Dies und weitere Gründe haben uns
bewogen die Aufstellung des Bebauungsplanes "Mitten im Feld" zu fordern
und folgerichtig auch zuzustimmen. Dieser neue Bebauungsplan ist notwendig
für unsere Gemeinde.